Baupreise bei DBD
So entstehen Baupreise bei DBD
Dynamische BauDaten stellt Baukosten für alle Leistungsphasen der Bauplanung und der Baukalkulation bereit.
Diese Baukostendaten stehen je nach Anwendungsfall in unterschiedlichen Detailniveaus zur Verfügung: als Kostenkennwert, Kostenelement, Bauleistung und Kostenansatz. Sie bilden die Grundlage für unsere Produkte DBD-BIM Objekte, DBD-BIM Elements, DBD-BauPreise und DBD-KostenAnsätze.
Baukostendaten von DBD sind kalkuliert, konfigurierbar, vielseitig einsetzbar, aktuell, regional differenziert, transparent und in digitale Prozesse integrierbar.
Die eindeutige Beschreibung ist das Fundament von Baukosten
Die Grundlage der Baukosten ist eine klare und eindeutige Beschreibung. Die VOB/A §7(1) formuliert diesen Anspruch für Leistungspositionen folgendermaßen:
»Die Leistung ist eindeutig […] zu beschreiben, dass alle Unternehmen […] Preise sicher […] berechnen können.«
Wie detailliert die Beschreibung ausfällt, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab. Alle im Baupreis zu berücksichtigenden Eigenschaften wie Material, Mengenrelationen, Ausführungsqualität und Baustellenbesonderheiten fließen in den jeweiligen Kostenkennwert, das Kostenelement, die Bauleistung bzw. den Kostenansatz ein.
Die Besonderheit der Dynamischen BauDaten liegt in der Konfiguration. Das heißt, die Beschreibung wird nicht aus einem Katalog entnommen, sondern passend zur Bauleistung zusammengestellt. Diese Konfiguration ist der Kern von DBD.
Mit den Fragen und den zugehörigen Antworten - in unserer Sprache nennen wir das »Merkmale und Ausprägungen« - wird die Beschreibung live erstellt und dem Bauprojekt entsprechend angepasst.
Wer Preise nennt, muss Kosten kennen
Eine neutrale Urkalkulation bildet die Grundlage jedes Preises, der von DBD berechnet wird.
Diese Kalkulation wird live in Bezug zu den Einzelkosten der Teilleistungen (EKT) ermittelt. Dafür wird das gesamte datenbankbasierte Kostenwissen von DBD genutzt, das über Jahrzehnte aufgebaut und fortgeschrieben wurde.
Die Kalkulation mit vorbestimmten Zuschlägen basiert auf dem Kalkulationsverfahren nach EFB 221, analog zur Formulartechnik des Vergabe- und Vertragshandbuches (VHB) des Bundes.
- Kalkulationsdaten bilden den Kern der Baukalkulation und beinhalten Aufwandswerte für Bauleistungen. Die Aufwandswerte sind konfigurierbare Rechenlogik und beinhalten beispielsweise Zeitansätze, Baustoffkosten und Gerätekosten.
- Baukalkulation beschreibt die Berechnung eines konkreten Baupreises auf Basis einer neutralen und auskömmlichen Zuschlagskalkulation. Dabei werden regionale und gewerkeabhängige Lohnkosten und Umlagen berücksichtigt.
- Mengenansätze fließen als letzter Schritt in die Kalkulation ein. Unterschiedliche Anwendungsfälle basieren auf den gleichen Kalkulationsdaten, unterscheiden sich aber in den zugrunde liegenden Mengenansätzen. D.h. je nach Anwendungsfall müssen eine oder mehrere Mengen umgerechnet werden.
Erst die DBD-Technologie ermöglicht die projektbezogene Konfiguration von Preisen. Abhängig von den jeweiligen Projektanforderungen wird auf Grundlage der passenden Aufwandswerte, Kalkulationsannahmen und Mengenansätze live ein Baupreis kalkuliert.
1. Kalkulationsdaten - Einzelkosten der Teilleistungen
Die Einzelkosten einer Teilleistung erfassen die tatsächlichen Aufwände, auch Ressourcen genannt, die zur Erbringung einer konkreten Bauleistung nötig sind. Die Aufwände lassen sich in der Form Aufwandsmenge x Aufwandswert, d.h. als Mengen-Wert-Gerüst, darstellen.
Die hier dargestellten Faktoren zeigen vereinfacht, dass immer ein Mengenansatz und ein Kostenwert benötigt werden. Die konkrete Bedeutung ist dabei von der Kostenart abhängig. Diese Daten bilden das Fundament der Baukostendaten von DBD und ermöglichen in der Kombination mit den Umlagen die Berechnung von Baupreisen.
Details zu Kalkulationsdaten
Die Kalkulationsdaten berücksichtigen 7 Kostenarten: Löhne, Geräte, Baustoffe/ Materialien, Bauhilfsstoffe, Gerät-Lohn, Gerät-AVR, Gerät-Betriebsstoffe sowie Sonstiges. Im Folgenden erläutern wir die Kostenarten detaillierter.
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Löhne
Der Lohnanteil setzt sich folgendermaßen zusammen:
Lohn = Kalkulations- und Verrechnungslohn x Zeitansatz
Der Kalkulations- und Verrechnungslohn basiert auf gesetzlichen und tariflichen Bedingungen für die durchschnittliche Entlohnung einer Kolonne.
Diese Lohnkosten unterscheiden sich regional deutlich. Gleichzeitig spielt das jeweilige Gewerk eine wichtige Rolle, denn davon hängt nicht nur die Höhe der Löhne, sondern auch die Zusammensetzung der Kolonne ab.
Der Zeitansatz, auch Arbeitszeitrichtwert genannt, beschreibt den für die Berechnung von Lohnkosten relevanten Zeitbedarf. Er wird aus Fachliteratur, Hersteller-, Branchenverbands- und Unternehmensinformationen ausgewertet und laufend geprüft und aktualisiert. Manuelle und maschinelle Zeitaufwände werden getrennt berücksichtigt. -
Stoffe
Die Stoffkosten setzen sich folgendermaßen zusammen:
Stoffkosten = Baustoffkosten x BedarfsmengeBaustoffkosten werden in die Kostenarten Material und Bauhilfsstoffe (RSV = Rüstung, Schalung, Verbau) unterschieden. Die jeweiligen Kosten richten sich nach dem durchschnittlichen Materialpreis frei Baustelle - einschließlich Frachtkosten und Verlusten. Die Bauhilfsstoffe orientieren sich an den durchschnittlichen Verrechnungspreisen.
Die Bedarfsmenge spiegelt den Umrechnungsfaktor zwischen der Leistungsmenge und den tatsächlichen Materialbedarf wieder. So wird z. B. der Farbanstrich in der Bauleistung in Quadratmeter beschrieben und im Farbbedarf in Liter umgerechnet.
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Geräte
Die Gerätekosten setzen sich folgendermaßen zusammen:
Gerätekosten = Leistungswert x AVR/Miete + Leistungswert x Betriebsstoffe
Leistungswert: Der Leistungswert berücksichtigt die durchschnittliche Tagesleistung des Geräts je Baustelle.AVR/ Miete: Die Gerätekosten richten sich entweder nach den durchschnittlichen AVR-Werten (Abschreibung, Verzinsung, Reparatur) aus der Baugeräteliste (BGL), abgemindert durch einen Marktfaktor, oder nach dem Mietpreis.
Betriebsstoffe: Die Betriebsstoffkosten umfassen Treib- sowie Schmierstoffe.
Die für den Betrieb eines Geräts erforderlichen Lohnkosten werden analog zu den manuellen Leistungen ermittelt.
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Sonstiges
Die Kosten für Sonstiges setzen sich folgendermaßen zusammen:
Sonstige Kosten = Kosten x Bedarfsmenge
Sonstige Kosten umfassen alle Einzelkosten, die nicht den Löhnen, Stoffen oder Geräten zugeordnet werden können. Dazu gehören zum Beispiel Entsorgungs-, Transport- oder Prüfungskosten.
2. Baukalkulation: von der Baubetriebsrechnung zum Bauauftrag
Um die Kostendaten von DBD besser nachvollziehen zu können, schauen wir uns an, wie ein Bauunternehmen kalkuliert.
Baukalkulation: Blick in die Kostenebenen der Bauausführung
In der Bauausführung wird zwischen drei Kostenebenen unterschieden: Unternehmensebene, Baustellenebene und Ausführungsebene. Für die Zuordnung ist entscheidend, wodurch die Kosten verursacht werden.
Auf der Unternehmens- und Baustellenebene werden indirekte Kosten erfasst, darunter Baustellengemeinkosten (BGK) und Allgemeine Geschäftskosten (AGK). BGK umfasst Kosten, die der Baustelle zugeordnet werden können, beispielsweise die Kosten der Baustelleneinrichtung. AGK sind Kosten, die dem Unternehmen zugeordnet werden, wie zum Beispiel Lohnkosten der Unternehmensverwaltung.
In der Ausführungsebene werden sogenannte direkte Kosten erfasst. Das sind Kosten, die einer ganz konkreten Bauleistung zugeordnet werden können, wie zum Beispiel Materialkosten für Pflasterarbeiten. Diese direkten Kosten werden wiederum in verschiedene Kostenarten gegliedert, die beliebig weiter differenziert werden können. Nach EFB 221 sind dies Löhne, Stoffe, Geräte und sonstige Kosten.
Baukalkulation: Blick in die Kostenebenen der Baubetriebsrechnung
Indirekte Kosten müssen über die Bauprojekte gedeckt werden. Dazu werden sie auf die direkten Kosten umgelegt. Daher spricht man von Umlage und Deckungsbeitrag. Wie diese Umlage erfolgt, hängt vom Kalkulationsverfahren ab. Bei der Vollkostenstundensatzkalkulation wird beispielsweise der gesamte Deckungsbeitrag auf die Lohnkosten umgelegt. Die Materialkosten bleiben ohne Zuschlag.
Die DBD-Kostendaten basieren auf einem Kalkulationsverfahren mit vorbestimmten Zuschlägen. »Vorbestimmt« bedeutet: Grundlage sind die indirekten Kosten des vergangenen Jahres, die in der Baubetriebsrechnung ermittelt wurden. Sie werden auf neue Bauvorhaben umgelegt.
Baukalkulation: Bauauftragsrechnung
In der konkreten projektbezogenen Kalkulation, der sogenannten Bauauftragsrechnung, werden zur Ermittlung eines Einheitspreises für eine Leistungsposition die vorab ermittelten Zuschläge anteilig auf die tatsächlichen Baukosten addiert. Neben diesem Anteil am Deckungsbeitrag (AGK + BGK) wird zusätzlich der Anteil für Wagnis und Gewinn berücksichtigt, um Chancen und Risiken des Bauvorhabens abzubilden.
Die Zuschläge für AGK und BGK variieren regional und sind stark gewerkeabhängig. Das betrifft insbesondere die Unterscheidung zwischen Bauhaupt- und Baunebengewerbe. Daher nutzen die Daten von DBD generische, regionale Musterfinanzpläne von mittelgroßen Unternehmen und errechnen daraus gewerkeabhängige Umlagen für einzelne Regionen.
Dabei werden die Umlagen für BGK und AGK getrennt ermittelt. Ob die Gemeinkosten der Baustelle mit in den Baupreis einberechnet werden, kann der Nutzende selbst entscheiden. Diese Wahlmöglichkeit ist für die Kostenplanung und die Erstellung eines bepreisten Leistungsverzeichnisses essenziell. Mit katalogisierten Daten aus abgerechneten Projekten lässt sich eine solche Differenzierung nicht abbilden.
3. Mengenansätze: Umrechnung von Kennwerten, Bauteilen und Bauleistungen zu Bedarsfmengen
Die Umrechnung von Mengen spielt bei der Berechnung von Baupreisen eine zentrale Rolle. Je nach Methode sind dafür unterschiedliche und gegebenenfalls sogar mehrere Mengenansätze erforderlich.
Ausgangspunkt und Umfang der Mengenherleitung unterscheiden sich je nach Ebene. Die folgenden Beispiele zeigen, wie die jeweiligen Ausgangsmengen schrittweise in die erforderlichen Bedarfsmengen umgerechnet werden.
Niveau Kostenkennwerte
Für Kostenkennwerte von Gebäuden müssen zunächst die Funktionalmengen in zahlreiche Leistungsmengen umgerechnet werden. Anschließend werden die ermittelten Leistungsmengen in die jeweiligen Bedarfsmengen umgerechnet.
Niveau Kostenelemente
Für die Verwendung von Kostenelementen muss zunächst die Bauteilmenge in eine oder mehrere Leistungsmengen umgerechnet werden. Anschließend werden die ermittelten Leistungsmengen in die jeweiligen Bedarfsmengen umgerechnet.
Niveau Einzelkosten der Teilleistungen
Für die Berechnung des Einheitspreises einer Bauleistung muss die Leistungsmenge (im Leistungsverzeichnis auch als Abrechnungsmenge festgelegt) in die erforderliche Bedarfsmenge umgerechnet werden.
4. DBD-Technologie zur Konfiguration von Baudaten
Das Wort »dynamisch« im Namen Dynamische BauDaten kennzeichnet die zentrale Eigenschaft der DBD-Baukostendaten: Die Baupreise werden auf Grundlage der projektspezifischen Konfiguration live kalkuliert. Diese Konfiguration beeinflusst alle drei Bestandteile der Berechnung: Mengenansatz, Baukalkulation und Einzelkosten.
Mengenansatz
Beim Mengenansatz hängen die Umrechnungsfaktoren zwischen den einzelnen Kostenniveaus von der jeweiligen Konfiguration ab. Diese Beispiele zeigen, wie einzelne Eigenschaften die Bedarfsmengen beeinflussen:
Bei Kanalarbeiten im Tiefbau beeinflusst die Eigenschaft »Bettungsart« den Bedarf an Bettungsmaterial.
Bei Malerarbeiten beeinflusst die Eigenschaft »Erstanstrich/ Überholungsanstrich« den Bedarf an Farbe.
Baukalkulation
Die Baukalkulation wird durch die relevanten Leistungsbereiche, die festgelegte Preisregion und die gewählte Option »BGK« beeinflusst.
Kostenansatz
Die für die Berechnung von Baupreisen notwendigen Aufwandswerte (Einzelkosten der Teilleistungen) sind keine statischen Katalogdaten. Sie sind über eine Rechenlogik mit den Ausprägungen der Konfiguration verbunden. Dieses Prinzip bildet die Grundlage der DBD-Technologie: Es ermöglicht den Anwendenden die notwendige Flexibilität und erleichtert zugleich die redaktionelle Pflege der Daten.
Der gegenteilige Ansatz wäre, die Daten für sämtliche möglichen Ausführungskombinationen bereitzustellen. Die hohe Anzahl möglicher Ausführungsvarianten lässt sich auf diese Weise jedoch nicht vollständig abbilden.
Die Kalkulation macht transparent nachvollziehbar, wie die DBD-Baupreise entstehen. Grundlage ist die projektspezifische Konfiguration statt eines statischen Katalogs: Werte werden kalkuliert, statt aus statistischen Daten abgeleitet. Die konkreten Berechnungsschritte unterscheiden sich je nach Kostenniveau, die zugrunde liegende Methodik bleibt jedoch unabhängig vom Anwendungsfall gleich.
DBD-Baukostendaten in der Anwendung: Entdecken Sie unsere Lösungen für Kostenplanung und Kalkulation.
Allgemeine Fragen
Hier finden Sie häufige Fragen rund um die Entstehung der Baupreise von DBD.
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Warum gibt es im Entsorgungsbereich immer wieder Preisabweichungen?
Da Baupreise von unzähligen Faktoren abhängig sind, bieten Baupreisdatenbanken eine Orientierung zur Ermittlung bzw. Bewertung von Preisen für einzelne Bauleistungen. Insbesondere die Entsorgungsbranche ist durch heterogene Marktbedingungen gekennzeichnet. In der Praxis ergeben sich hier sowohl lokal als auch anbieterspezifisch erhebliche Preisdifferenzen. Wir arbeiten beständig daran, diese methodisch zu fassen und überprüfen unser Datenmodell für diesen Bereich regelmäßig.
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Welche Stundenlöhne werden angesetzt?
Die angesetzten Stundenlöhne aktualisieren wir regelmäßig auf Grundlage der zugrunde liegenden Tarifverträge. Dabei berücksichtigen wir regional und kalkulatorisch begründbare Entlohnungen. Je nach Baukonjunktur können die tatsächlich am Markt gezahlten Stundenlöhne im Einzelfall davon abweichen.
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Wie setzt sich die Umlage zusammen?
Die Umlage ist der Preisanteil für den Deckungsbeitrag (DB). Sie setzt sich aus Baustellengemeinkosten (BGK), Allgemeinen Geschäftskosten (AGK) sowie Wagnis und Gewinn (W&G) zusammen.
Für den Baupreis gilt: Baupreis = EKT + DB
Der Deckungsbeitrag wird aus betrieblichen Finanzplänen regional und leistungsbereichsabhängig abgeleitet. Kalkulatorisch wird die Umlage über Zuschläge auf die EKT ermittelt. Dabei wird der umsatz-bzw. preisbezogene DB-Satz auf die EKT-bezogenen Zuschlagsätze umgerechnet.
Damit sind in der Umlage auch die Kosten für die Baustelleneinrichtung (BE) in Form des BGK-Anteiles enthalten. Werden die BE oder Teile davon separat in Leistungspositionen ausgeschrieben, müssen die entsprechenden Kosten aus der Umlage herausgerechnet werden. Durch Setzen eines Häkchens kann der Baupreis mit oder ohne Berücksichtigung der BE angezeigt werden.
Die BGK-Anteile hängen vom Leistungsbereich ab. Als Faustwert kann der Anteil der BGK am DB mit ca. 15 % bis 30 % angenommen werden. Ohne komplette BGK liegt die Umlage im Bereich von 70 % bis 85 %. Werden nur einzelne Teile der BE separat ausgeschrieben, sind nur die dafür angesetzten Kosten aus der Umlage herauszurechnen.- BGK: Gemeinkosten für die Baustelleneinrichtung, zum Beispiel durch Einrichten, Vorhalten und Räumung der Baustelle
- AGK: Gemeinkosten für Allgemeine Geschäftskosten, wie Kosten für Verwaltung und Leitung des Unternehmens inkl. Beiträge, Versicherungen, kalkulatorischer Unternehmenslohn etc., zunehmend auch örtliche Bauleitung
- W&G: Kalkulatorisches Wagnis und Gewinn
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Wie werden die spezifischen Kosten für die Baustelleneinrichtung berücksichtigt?
In den Baupreisen sind die Gemeinkosten in Form von Baustellengemeinkosten (BGK) und Allgemeinen Geschäftskosten (AGK) enthalten.
Der BGK-Anteil ist gewerkespezifisch mit einem Anteil von 5 % bis 10 % des Baupreises enthalten. In den BGK sind dementsprechend auch Bereitstellungsgeräte wie ein Kran enthalten. Werden die Baustelleneinrichtung oder Teile davon gesondert als Teilleistungen ausgeschrieben, ist der Baupreis entsprechend zu mindern. Das hängt von der Ausschreibung als Ganzes ab. So kann zum Beispiel das Einrichten und Räumen der Baustelle eine Leistungsposition sein, das Vorhalten der Baustelleneinrichtung jedoch nicht.
Daher sind in den DBD-Baupreisen prinzipiell neben den AGK und W&G auch die BGK enthalten. Werden Leistungen der Baustelleneinrichtung gesondert ausgeschrieben, sollten Sie den entsprechenden BGK-Anteil vom Baupreis abziehen.
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Wie werden die regionalen Baupreise ermittelt?
Die Regionalisierung der Baupreise wird mit einem von uns entwickelten, internen Algorithmus mittels Regionalfaktoren umgesetzt. In diese Berechnung fließen eine Vielzahl verschiedener standortspezifischer Kennwerte ein, wie z.B. das Lohn- bzw. Preisniveau, die Kaufkraft, Deponiekosten.
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Kann man individuelle Kalkulationsniveaus festlegen?
Die Weltlage beeinflusst die Baukonjunktur. Unerwartet eintretende globale oder regionale Ereignisse können zu einer vorübergehenden hohen Preisvolatilität führen. Obwohl wir uns bemühen, solche Entwicklungen systematisch zu erfassen, kann es zu Abweichungen zwischen Schätzpreis und Marktpreis kommen.
In den Einstellungen für die Preisgrundlage können Sie daher ein individuelles Kalkulationsniveau anlegen und selbst Anpassungen vornehmen.
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Welche Rolle spielt EFB 223 bei der Berechnung der DBD-Baupreise?
Der Kalkulationsansatz von DBD ermöglicht nicht nur eine transparente Preisberechnung, sondern ermöglicht auch eine vergleichbare Bewertung des Preises. Die dafür notwendige Struktur von Baupreisen wird durch das EFB 223 vorgegeben.

Ein beispielhaft ausgefülltes Formblatt EFB 223
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Wie aktuell sind die Baukostendaten?
Die Pflege der DBD-Baukostendaten ist in eine seit mehr als 30 Jahren etablierte Redaktionslogistik eingebunden. Entscheidend ist, dass einzelne Datenbestandteile unabhängig voneinander gepflegt werden können. Dadurch lässt sich der umfangreiche Datenbestand kontinuierlich aktualisieren.
Ein wichtiger Bestandteil ist außerdem der intensive Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden. Dabei berücksichtigen wir das Feedback von Tausenden Anwendenden.
Gepflegt werden einzelne Daten wie zum Beispiel:
- Lohnkosten
- Umlagen
- Materialkosten
Fertig auskombinierte Gesamtdaten werden hingegen nicht gepflegt. Sie liegen bei DBD nicht statisch vor, sondern entstehen erst durch die Konfiguration beim Anwender.
Ein Beispiel: Der Preis von Transportbeton hängt von der Betonqualität ab, etwa von der Festigkeit, der Exposition und den Zuschlägen. Das Bauteil, in das der Beton eingebaut wird, beeinflusst den Preis dagegen nicht.
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Warum können DBD-Baupreise von meinen Angebotspreisen abweichen?
DBD-Baupreise können von den Angebotspreisen eines Bauunternehmens abweichen, weil ihnen unterschiedliche Kalkulationsgrundlagen zugrunde liegen. DBD-Baupreise werden nach einer einheitlichen Methodik kalkuliert, während Unternehmen ihre Angebotspreise individuell und abhängig von der aktuellen Marktsituation festlegen. Je nach Marktsituation kann ein Bauunternehmen den Anteil für Wagnis und Gewinn höher oder niedriger ansetzen.
Für die DBD-Baupreise werden die kalkulierten Kosten mit Zuschlagssätzen zur Deckung der Gemeinkosten sowie für Wagnis und Gewinn beaufschlagt. Die so ermittelten Baupreise sind auskömmlich kalkuliert und enthalten einen normalen Gewinnanteil.
Darüber hinaus können Einheitspreise aus strategischen Gründen über oder unter dem kalkulierten Wert angeboten werden, etwa wenn das Unternehmen mit Änderungen der ausgeschriebenen Mengen rechnet. In diesem Zusammenhang spricht man von Spekulationspreisen.
Wenn Ihre Kalkulation vom DBD-Baupreis abweicht, können Sie in den Einstellungen für die Preisgrundlage ein individuelles Kalkulationsniveau festlegen und Ihre Baupreise entsprechend anpassen.
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Auf welcher Grundlage werden die Zeitansätze berechnet?
Die Zeitansätze in den DBD-Baupreisen bilden die Grundlage für die Berechnung der Lohnkosten. Sie beziehen sich immer auf eine Bauleistung und jeweilige Abrechnungseinheit. Dabei ist es nicht relevant, ob eine Bauleistung von einer Arbeitskraft in zwei Stunden oder von zwei Arbeitskräften in einer Stunde ausgeführt wird. In beiden Fällen beträgt der zugrunde gelegte Zeitansatz zwei Stunden.
Die Zeitansätze werden auf Grundlage ausgewerteter Tarifverträge, Dokumentationen von Branchenverbänden und Baustoffherstellern, Fachliteratur sowie Rückmeldungen von Anwendenden ermittelt.
Fragen zu konkreten Bauleistungen
Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zu konkreten Bauleistungen.
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Gibt es einen Mengenansatz für Ortbeton?
Wird eine Betonpumpe als Mietgerät verwendet, wird für die Kalkulation der Mietgebühr das vor Ort benötigte Volumen je Betoniervorgang als Preisparameter einbezogen. Dieses Gesamtvolumen verteilt sich zumeist auf mehrere Positionen (z.B. Innen- u. Außenwände).
Auch die Länge des beim Pumpvorgang benötigten Schlauches wird abgefragt, da längere Schläuche ein höherer Aufwand für Transport und Verlegung verursachen und den Verschließ der Pumpe erhöhen.
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Wie kann bei der Betonherstellung Wert auf CO2-Reduzierung gelegt werden?
Das Concrete Sustainability Council (CSC) fördert die Transparenz über den Herstellungsprozess von Beton, um eine Steigerung der Nachhaltigkeit in der Zement- und Betonindustrie zu erreichen. Für den regionalen Vergleich der Treibhausgas-Emissionen (THG) pro Kubikmeter Beton wurde ein Referenzwert festgelegt, der die Basis für die Zertifizierung von CO₂-optimierten Betonen bildet. Dieser Referenzwert wird verwendet, um die THG-Reduktion eines Betonwerks im Vergleich zu einem nicht-optimierten Beton zu quantifizieren, wobei zertifizierte Betone in vier Klassen mit steigenden Emissionsreduktionen von 30 %, 40 %, 50 % und 60 % eingeteilt werden. Diese 4 Klassen können in STLB-Bau optional für alle Ortbetone und Betonfertigbauteile angegeben werden. Die CSC-Zertifizierung fließt in die Bewertung nach DGNB-System (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) ein.
Auch konstruktive Maßnahmen zur CO2-Reduzierung können beschrieben werden, z. B. Hohlkörpermodule für Stahlbetondecken. Diese Technologie verringert die nötige Betonmenge für Stahlbetondecken durch den Einsatz von Hohlkörpern aus Recycling-Kunststoff anstelle der Abstandsbewehrung. Durch die Verminderung der Eigenlast werden schlankere Deckenkonstruktionen möglich. Die Einsparung von Beton trägt zur Senkung der Baukosten und zur CO2-Reduzierung bei.
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Kann man die Leistungsfähigkeit von Betonpumpen einstellen?
Werden Betonpumpen als Leistungs- oder Mietgerät genutzt, können diese nach ihren Leistungswerten ausgewählt werden. Es wird dabei zwischen Anhängerbetonpumpen mit Elektromotorantrieb und Autobetonpumpen unterschieden.
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Wie werden Rohrbefestigungen kalkuliert?
Werden im Bereich der Technischen Gebäudeausstattung (TGA) Rohrleitungen beschrieben, kann bei der Aussage zur Rohrbefestigung zwischen »ohne Angabe« und »besondere Rohrbefestigungen werden gesondert vergütet« gewählt werden. Wird »ohne Angabe« gewählt, werden einfache Rohrbefestigungsmittel kalkuliert, die nicht zu den »Besonderen Befestigungskonstruktionen« nach ATV DIN 18380 Punkt 4.2.12 gehören.
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Wie wird findet Fliesenverschnitt bei der Preisberechnung Eingang?
Bei der Verlegung von Fliesen an Sockeln und auf Stufen kann das Schneiden der Fliesen als Preisparameter zur Leistung ergänzt werden, der prozentuale Verschnitt wird dann bei den Materialkosten einberechnet.
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Sind bei Positionen aus den Bereichen Abbruch/ Entsorgung die Behälterkosten enthalten?
Die Kosten für das Bereitstellen eines Behälters werden nicht auf die einzelnen Abbruchpositionen umgelegt, da diese sich zumeist auf mehrere verteilen. Für das Behältermanagement sollte die Teilleistungsgruppe »Behälter - Bauabfall, Abbruchabfall, Schutt, Aushub« verwendet werden.
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