KI in DBD-KostenAnsätze und nextbau: Am 17.09.2026 zeigen wir live, wie Sie mit KI noch effizienter kalkulieren.

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DBD Dynamische BauDaten

Baupreise bei DBD

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So entstehen Baupreise bei DBD

Dynamische BauDaten stellt Baukosten für alle Leistungsphasen der Bauplanung und der Baukalkulation bereit.
Diese Baukostendaten stehen je nach Anwendungsfall in unterschiedlichen Detailniveaus zur Verfügung: als Kostenkennwert, Kostenelement, Bauleistung und Kostenansatz. Sie bilden die Grundlage für unsere Produkte DBD-BIM Objekte, DBD-BIM Elements, DBD-BauPreise und DBD-KostenAnsätze. 
 
Baukostendaten von DBD sind kalkuliert, konfigurierbar, vielseitig einsetzbar, aktuell, regional differenziert, transparent und in digitale Prozesse integrierbar.



Die eindeutige Beschreibung ist das Fundament von Baukosten

Die Grundlage der Baukosten ist eine klare und eindeutige Beschreibung. Die VOB/A §7(1) formuliert diesen Anspruch für Leistungspositionen folgendermaßen:

»Die Leistung ist eindeutig […] zu beschreiben, dass alle Unternehmen […] Preise sicher […] berechnen können.«

Wie detailliert die Beschreibung ausfällt, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab. Alle im Baupreis zu berücksichtigenden Eigenschaften wie Material, Mengenrelationen, Ausführungsqualität und Baustellenbesonderheiten fließen in den jeweiligen Kostenkennwert, das Kostenelement, die Bauleistung bzw. den Kostenansatz ein.

Baustelle
DBD-BauPreise sind immer aktuell.

Die Besonderheit der Dynamischen BauDaten liegt in der Konfiguration. Das heißt, die Beschreibung wird nicht aus einem Katalog entnommen, sondern passend zur Bauleistung zusammengestellt. Diese Konfiguration ist der Kern von DBD.

Mit den Fragen und den zugehörigen Antworten - in unserer Sprache nennen wir das »Merkmale und Ausprägungen« - wird die Beschreibung live erstellt und dem Bauprojekt entsprechend angepasst.


Wer Preise nennt, muss Kosten kennen

Eine neutrale Urkalkulation bildet die Grundlage jedes Preises, der von DBD berechnet wird.

Diese Kalkulation wird live in Bezug zu den Einzelkosten der Teilleistungen (EKT) ermittelt. Dafür wird das gesamte datenbankbasierte Kostenwissen von DBD genutzt, das über Jahrzehnte aufgebaut und fortgeschrieben wurde.


Die Kalkulation mit vorbestimmten Zuschlägen basiert auf dem Kalkulationsverfahren nach EFB 221, analog zur Formulartechnik des Vergabe- und Vertragshandbuches (VHB) des Bundes.


  • DBD-Technologie: Baukosten
  • DBD-Technologie: Kalkulationsdaten
  • DBD-Technologie: Baukalkulation
  • DBD-Technologie: Mengenansatz
  • Kalkulationsdaten bilden den Kern der Baukalkulation und beinhalten Aufwandswerte für Bauleistungen. Die Aufwandswerte sind konfigurierbare Rechenlogik und beinhalten beispielsweise Zeitansätze, Baustoffkosten und Gerätekosten.
  • Baukalkulation beschreibt die Berechnung eines konkreten Baupreises auf Basis einer neutralen und auskömmlichen Zuschlagskalkulation. Dabei werden regionale und gewerkeabhängige Lohnkosten und Umlagen berücksichtigt.
  • Mengenansätze fließen als letzter Schritt in die Kalkulation ein. Unterschiedliche Anwendungsfälle basieren auf den gleichen Kalkulationsdaten, unterscheiden sich aber in den zugrunde liegenden Mengenansätzen. D.h. je nach Anwendungsfall müssen eine oder mehrere Mengen umgerechnet werden.

 

Erst die DBD-Technologie ermöglicht die projektbezogene Konfiguration von Preisen. Abhängig von den jeweiligen Projektanforderungen wird auf Grundlage der passenden Aufwandswerte, Kalkulationsannahmen und Mengenansätze live ein Baupreis kalkuliert. 



1. Kalkulationsdaten - Einzelkosten der Teilleistungen


Die Einzelkosten einer Teilleistung erfassen die tatsächlichen Aufwände, auch Ressourcen genannt, die zur Erbringung einer konkreten Bauleistung nötig sind. Die Aufwände lassen sich in der Form Aufwandsmenge x Aufwandswert, d.h. als Mengen-Wert-Gerüst, darstellen.

  • DBD-Technologie: Kalkulationsdaten
  • DBD-Technologie: Baukosten

Details zu Kalkulationsdaten

Die Kalkulationsdaten berücksichtigen 7 Kostenarten: Löhne, Geräte, Baustoffe/ Materialien, Bauhilfsstoffe, Gerät-Lohn, Gerät-AVR, Gerät-Betriebsstoffe sowie Sonstiges. Im Folgenden erläutern wir die Kostenarten detaillierter.

  • Löhne

    Der Lohnanteil setzt sich folgendermaßen zusammen: 

    Lohn = Kalkulations- und Verrechnungslohn x Zeitansatz


    Der Kalkulations- und Verrechnungslohn basiert auf gesetzlichen und tariflichen Bedingungen für die durchschnittliche Entlohnung einer Kolonne. 
    Diese Lohnkosten unterscheiden sich regional deutlich. Gleichzeitig spielt das jeweilige Gewerk eine wichtige Rolle, denn davon hängt nicht nur die Höhe der Löhne, sondern auch die Zusammensetzung der Kolonne ab. 

    Der Zeitansatz, auch Arbeitszeitrichtwert genannt, beschreibt den für die Berechnung von Lohnkosten relevanten Zeitbedarf. Er wird aus Fachliteratur, Hersteller-, Branchenverbands- und Unternehmensinformationen ausgewertet und laufend geprüft und aktualisiert. Manuelle und maschinelle Zeitaufwände werden getrennt berücksichtigt.

  • Stoffe

    Die Stoffkosten setzen sich folgendermaßen zusammen:

    Stoffkosten = Baustoffkosten x Bedarfsmenge


    Baustoffkosten werden in die Kostenarten Material und Bauhilfsstoffe (RSV = Rüstung, Schalung, Verbau) unterschieden. Die jeweiligen Kosten richten sich nach dem durchschnittlichen Materialpreis frei Baustelle - einschließlich Frachtkosten und Verlusten. Die Bauhilfsstoffe orientieren sich an den durchschnittlichen Verrechnungspreisen.


    Die Bedarfsmenge spiegelt den Umrechnungsfaktor zwischen der Leistungsmenge und den tatsächlichen Materialbedarf wieder. So wird z. B. der Farbanstrich in der Bauleistung in Quadratmeter beschrieben und im Farbbedarf in Liter umgerechnet.

  • Geräte

    Die Gerätekosten setzen sich folgendermaßen zusammen:

    Gerätekosten = Leistungswert x AVR/Miete + Leistungswert x Betriebsstoffe 


    Leistungswert: Der Leistungswert berücksichtigt die durchschnittliche Tagesleistung des Geräts je Baustelle.

     

    AVR/ Miete: Die Gerätekosten richten sich entweder nach den durchschnittlichen AVR-Werten (Abschreibung, Verzinsung, Reparatur) aus der Baugeräteliste (BGL), abgemindert durch einen Marktfaktor, oder nach dem Mietpreis.  


    Betriebsstoffe: Die Betriebsstoffkosten umfassen Treib- sowie Schmierstoffe.

     

    Die für den Betrieb eines Geräts erforderlichen Lohnkosten werden analog zu den manuellen Leistungen ermittelt. 

  • Sonstiges

    Die Kosten für Sonstiges setzen sich folgendermaßen zusammen:

    Sonstige Kosten = Kosten x Bedarfsmenge 


    Sonstige Kosten umfassen alle Einzelkosten, die nicht den Löhnen, Stoffen oder Geräten zugeordnet werden können. Dazu gehören zum Beispiel Entsorgungs-, Transport- oder Prüfungskosten. 

2. Baukalkulation: von der Baubetriebsrechnung zum Bauauftrag


Um die Kostendaten von DBD besser nachvollziehen zu können, schauen wir uns an, wie ein Bauunternehmen kalkuliert. 


  • DBD-Technologie: Baukalkulation
  • DBD-Technologie: Baukosten

Baukalkulation: Blick in die Kostenebenen der Bauausführung

In der Bauausführung wird zwischen drei Kostenebenen unterschieden: Unternehmensebene, Baustellenebene und Ausführungsebene. Für die Zuordnung ist entscheidend, wodurch die Kosten verursacht werden.

Baukalkulation: Blick in die Kostenebenen der Baubetriebsrechnung

Bei der Baubetriebsrechnung wird das Unternehmen als Ganzes bewertet. Das betrifft zum Beispiel die Einteilung des Umsatzes einer Jahresbilanz in direkte und indirekte Kosten. Indirekte Kosten müssen mit künftigen Bauprojekten wieder erwirtschaftet werden. Die direkten Kosten eines Bauprojekts werden dafür anteilig um einen Deckungsbeitrag erhöht und tragen damit zur Deckung der indirekten Kosten bei. 
 

Die DBD-Kostendaten basieren auf einem Kalkulationsverfahren mit vorbestimmten Zuschlägen. »Vorbestimmt« bedeutet: Grundlage sind die indirekten Kosten des vergangenen Jahres, die in der Baubetriebsrechnung ermittelt wurden. Sie werden auf neue Bauvorhaben umgelegt. 

Baukalkulation: Bauauftragsrechnung

3. Mengenansätze: Umrechnung von Kennwerten, Bauteilen und Bauleistungen zu Bedarsfmengen 

Die Umrechnung von Mengen spielt bei der Berechnung von Baupreisen eine zentrale Rolle. Je nach Methode sind dafür unterschiedliche und gegebenenfalls sogar mehrere Mengenansätze erforderlich.

  • DBD-Technologie: Mengenansatz
  • DBD-Technologie: Baukosten

Ausgangspunkt und Umfang der Mengenherleitung unterscheiden sich je nach Ebene. Die folgenden Beispiele zeigen, wie die jeweiligen Ausgangsmengen schrittweise in die erforderlichen Bedarfsmengen umgerechnet werden.

4. DBD-Technologie zur Konfiguration von Baudaten 

Das Wort »dynamisch« im Namen Dynamische BauDaten kennzeichnet die zentrale Eigenschaft der DBD-Baukostendaten: Die Baupreise werden auf Grundlage der projektspezifischen Konfiguration live kalkuliert. Diese Konfiguration beeinflusst alle drei Bestandteile der Berechnung: Mengenansatz, Baukalkulation und Einzelkosten. 

Die Kalkulation macht transparent nachvollziehbar, wie die DBD-Baupreise entstehen. Grundlage ist die projektspezifische Konfiguration statt eines statischen Katalogs: Werte werden kalkuliert, statt aus statistischen Daten abgeleitet. Die konkreten Berechnungsschritte unterscheiden sich je nach Kostenniveau, die zugrunde liegende Methodik bleibt jedoch unabhängig vom Anwendungsfall gleich. 

DBD-Baukostendaten in der Anwendung: Entdecken Sie unsere Lösungen für Kostenplanung und Kalkulation.


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FAQ - Baupreise


Allgemeine Fragen

Hier finden Sie häufige Fragen rund um die Entstehung der Baupreise von DBD. 

  • Warum gibt es im Entsorgungsbereich immer wieder Preisabweichungen?

    Da Baupreise von unzähligen Faktoren abhängig sind, bieten Baupreisdatenbanken eine Orientierung zur Ermittlung bzw. Bewertung von Preisen für einzelne Bauleistungen. Insbesondere die Entsorgungsbranche ist durch heterogene Marktbedingungen gekennzeichnet. In der Praxis ergeben sich hier sowohl lokal als auch anbieterspezifisch erhebliche Preisdifferenzen. Wir arbeiten beständig daran, diese methodisch zu fassen und überprüfen unser Datenmodell für diesen Bereich regelmäßig.

  • Welche Stundenlöhne werden angesetzt?

    Die angesetzten Stundenlöhne aktualisieren wir regelmäßig auf Grundlage der zugrunde liegenden Tarifverträge. Dabei berücksichtigen wir regional und kalkulatorisch begründbare Entlohnungen. Je nach Baukonjunktur können die tatsächlich am Markt gezahlten Stundenlöhne im Einzelfall davon abweichen.

  • Wie setzt sich die Umlage zusammen?

    Die Umlage ist der Preisanteil für den Deckungsbeitrag (DB). Sie setzt sich aus Baustellengemeinkosten (BGK), Allgemeinen Geschäftskosten (AGK) sowie Wagnis und Gewinn (W&G) zusammen.


    Für den Baupreis gilt: Baupreis = EKT + DB


    Der Deckungsbeitrag wird aus betrieblichen Finanzplänen regional und leistungsbereichsabhängig abgeleitet. Kalkulatorisch wird die Umlage über Zuschläge auf die EKT ermittelt. Dabei wird der umsatz-bzw. preisbezogene DB-Satz auf die EKT-bezogenen Zuschlagsätze umgerechnet.  


    Damit sind in der Umlage auch die Kosten für die Baustelleneinrichtung (BE) in Form des BGK-Anteiles enthalten. Werden die BE oder Teile davon separat in Leistungspositionen ausgeschrieben, müssen die entsprechenden Kosten aus der Umlage herausgerechnet werden. Durch Setzen eines Häkchens kann der Baupreis mit oder ohne Berücksichtigung der BE angezeigt werden.
    Die BGK-Anteile hängen vom Leistungsbereich ab. Als Faustwert kann der Anteil der BGK am DB mit ca. 15 % bis 30 % angenommen werden. Ohne komplette BGK liegt die Umlage im Bereich von 70 % bis 85 %. Werden nur einzelne Teile der BE separat ausgeschrieben, sind nur die dafür angesetzten Kosten aus der Umlage herauszurechnen.


    • BGK: Gemeinkosten für die Baustelleneinrichtung, zum Beispiel durch Einrichten, Vorhalten und Räumung der Baustelle 
    • AGK: Gemeinkosten für Allgemeine Geschäftskosten, wie Kosten für Verwaltung und Leitung des Unternehmens inkl. Beiträge, Versicherungen, kalkulatorischer Unternehmenslohn etc., zunehmend auch örtliche Bauleitung
    • W&G: Kalkulatorisches Wagnis und Gewinn 
  • Wie werden die spezifischen Kosten für die Baustelleneinrichtung berücksichtigt?

    In den Baupreisen sind die Gemeinkosten in Form von Baustellengemeinkosten (BGK) und Allgemeinen Geschäftskosten (AGK) enthalten.

    Der BGK-Anteil ist gewerkespezifisch mit einem Anteil von 5 % bis 10 % des Baupreises enthalten. In den BGK sind dementsprechend auch Bereitstellungsgeräte wie ein Kran enthalten. Werden die Baustelleneinrichtung oder Teile davon gesondert als Teilleistungen ausgeschrieben, ist der Baupreis entsprechend zu mindern. Das hängt von der Ausschreibung als Ganzes ab. So kann zum Beispiel das Einrichten und Räumen der Baustelle eine Leistungsposition sein, das Vorhalten der Baustelleneinrichtung jedoch nicht.

    Daher sind in den DBD-Baupreisen prinzipiell neben den AGK und W&G auch die BGK enthalten. Werden Leistungen der Baustelleneinrichtung gesondert ausgeschrieben, sollten Sie den entsprechenden BGK-Anteil vom Baupreis abziehen.

  • Wie werden die regionalen Baupreise ermittelt?

    Die Regionalisierung der Baupreise wird mit einem von uns entwickelten, internen Algorithmus mittels Regionalfaktoren umgesetzt. In diese Berechnung fließen eine Vielzahl verschiedener standortspezifischer Kennwerte ein, wie z.B. das Lohn- bzw. Preisniveau, die Kaufkraft, Deponiekosten.

  • Kann man individuelle Kalkulationsniveaus festlegen?

    Die Weltlage beeinflusst die Baukonjunktur. Unerwartet eintretende globale oder regionale Ereignisse können zu einer vorübergehenden hohen Preisvolatilität führen. Obwohl wir uns bemühen, solche Entwicklungen systematisch zu erfassen, kann es zu Abweichungen zwischen Schätzpreis und Marktpreis kommen. 

    In den Einstellungen für die Preisgrundlage können Sie daher ein individuelles Kalkulationsniveau anlegen und selbst Anpassungen vornehmen.

  • Welche Rolle spielt EFB 223 bei der Berechnung der DBD-Baupreise?

    Der Kalkulationsansatz von DBD ermöglicht nicht nur eine transparente Preisberechnung, sondern ermöglicht auch eine vergleichbare Bewertung des Preises. Die dafür notwendige Struktur von Baupreisen wird durch das EFB 223 vorgegeben.


    Ein beispielhaft ausgefülltes Formblatt EFB 223

    Ein beispielhaft ausgefülltes Formblatt EFB 223

  • Wie aktuell sind die Baukostendaten?

    Die Pflege der DBD-Baukostendaten ist in eine seit mehr als 30 Jahren etablierte Redaktionslogistik eingebunden. Entscheidend ist, dass einzelne Datenbestandteile unabhängig voneinander gepflegt werden können. Dadurch lässt sich der umfangreiche Datenbestand kontinuierlich aktualisieren. 

    Ein wichtiger Bestandteil ist außerdem der intensive Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden. Dabei berücksichtigen wir das Feedback von Tausenden Anwendenden.


    Gepflegt werden einzelne Daten wie zum Beispiel:


    • Lohnkosten
    • Umlagen
    • Materialkosten


    Fertig auskombinierte Gesamtdaten werden hingegen nicht gepflegt. Sie liegen bei DBD nicht statisch vor, sondern entstehen erst durch die Konfiguration beim Anwender.


    Ein Beispiel: Der Preis von Transportbeton hängt von der Betonqualität ab, etwa von der Festigkeit, der Exposition und den Zuschlägen. Das Bauteil, in das der Beton eingebaut wird, beeinflusst den Preis dagegen nicht.

  • Warum können DBD-Baupreise von meinen Angebotspreisen abweichen?

    DBD-Baupreise können von den Angebotspreisen eines Bauunternehmens abweichen, weil ihnen unterschiedliche Kalkulationsgrundlagen zugrunde liegen. DBD-Baupreise werden nach einer einheitlichen Methodik kalkuliert, während Unternehmen ihre Angebotspreise individuell und abhängig von der aktuellen Marktsituation festlegen. Je nach Marktsituation kann ein Bauunternehmen den Anteil für Wagnis und Gewinn höher oder niedriger ansetzen.  


    Für die DBD-Baupreise werden die kalkulierten Kosten mit Zuschlagssätzen zur Deckung der Gemeinkosten sowie für Wagnis und Gewinn beaufschlagt. Die so ermittelten Baupreise sind auskömmlich kalkuliert und enthalten einen normalen Gewinnanteil. 


    Darüber hinaus können Einheitspreise aus strategischen Gründen über oder unter dem kalkulierten Wert angeboten werden, etwa wenn das Unternehmen mit Änderungen der ausgeschriebenen Mengen rechnet. In diesem Zusammenhang spricht man von Spekulationspreisen. 


    Wenn Ihre Kalkulation vom DBD-Baupreis abweicht, können Sie in den Einstellungen für die Preisgrundlage ein individuelles Kalkulationsniveau festlegen und Ihre Baupreise entsprechend anpassen. 

  • Auf welcher Grundlage werden die Zeitansätze berechnet?

    Die Zeitansätze in den DBD-Baupreisen bilden die Grundlage für die Berechnung der Lohnkosten. Sie beziehen sich immer auf eine Bauleistung und jeweilige Abrechnungseinheit. Dabei ist es nicht relevant, ob eine Bauleistung von einer Arbeitskraft in zwei Stunden oder von zwei Arbeitskräften in einer Stunde ausgeführt wird. In beiden Fällen beträgt der zugrunde gelegte Zeitansatz zwei Stunden. 


    Die Zeitansätze werden auf Grundlage ausgewerteter Tarifverträge, Dokumentationen von Branchenverbänden und Baustoffherstellern, Fachliteratur sowie Rückmeldungen von Anwendenden ermittelt. 

Fragen zu konkreten Bauleistungen

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zu konkreten Bauleistungen.

  • Gibt es einen Mengenansatz für Ortbeton?

    Wird eine Betonpumpe als Mietgerät verwendet, wird für die Kalkulation der Mietgebühr das vor Ort benötigte Volumen je Betoniervorgang als Preisparameter einbezogen. Dieses Gesamtvolumen verteilt sich zumeist auf mehrere Positionen (z.B. Innen- u. Außenwände).  

    Auch die Länge des beim Pumpvorgang benötigten Schlauches wird abgefragt, da längere Schläuche ein höherer Aufwand für Transport und Verlegung verursachen und den Verschließ der Pumpe erhöhen.  

  • Wie kann bei der Betonherstellung Wert auf CO2-Reduzierung gelegt werden?

    Das Concrete Sustainability Council (CSC) fördert die Transparenz über den Herstellungsprozess von Beton, um eine Steigerung der Nachhaltigkeit in der Zement- und Betonindustrie zu erreichen. Für den regionalen Vergleich der Treibhausgas-Emissionen (THG) pro Kubikmeter Beton wurde ein Referenzwert festgelegt, der die Basis für die Zertifizierung von CO₂-optimierten Betonen bildet. Dieser Referenzwert wird verwendet, um die THG-Reduktion eines Betonwerks im Vergleich zu einem nicht-optimierten Beton zu quantifizieren, wobei zertifizierte Betone in vier Klassen mit steigenden Emissionsreduktionen von 30 %, 40 %, 50 % und 60 % eingeteilt werden. Diese 4 Klassen können in STLB-Bau optional für alle Ortbetone und Betonfertigbauteile angegeben werden. Die CSC-Zertifizierung fließt in die Bewertung nach DGNB-System (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) ein. 

    Auch konstruktive Maßnahmen zur CO2-Reduzierung können beschrieben werden, z. B. Hohlkörpermodule für Stahlbetondecken. Diese Technologie verringert die nötige Betonmenge für Stahlbetondecken durch den Einsatz von Hohlkörpern aus Recycling-Kunststoff anstelle der Abstandsbewehrung. Durch die Verminderung der Eigenlast werden schlankere Deckenkonstruktionen möglich. Die Einsparung von Beton trägt zur Senkung der Baukosten und zur CO2-Reduzierung bei.  

  • Kann man die Leistungsfähigkeit von Betonpumpen einstellen?

    Werden Betonpumpen als Leistungs- oder Mietgerät genutzt, können diese nach ihren Leistungswerten ausgewählt werden. Es wird dabei zwischen Anhängerbetonpumpen mit Elektromotorantrieb und Autobetonpumpen unterschieden.

  • Wie werden Rohrbefestigungen kalkuliert?

    Werden im Bereich der Technischen Gebäudeausstattung (TGA) Rohrleitungen beschrieben, kann bei der Aussage zur Rohrbefestigung zwischen »ohne Angabe« und »besondere Rohrbefestigungen werden gesondert vergütet« gewählt werden. Wird »ohne Angabe« gewählt, werden einfache Rohrbefestigungsmittel kalkuliert, die nicht zu den »Besonderen Befestigungskonstruktionen« nach ATV DIN 18380 Punkt 4.2.12 gehören.

  • Wie wird findet Fliesenverschnitt bei der Preisberechnung Eingang?

    Bei der Verlegung von Fliesen an Sockeln und auf Stufen kann das Schneiden der Fliesen als Preisparameter zur Leistung ergänzt werden, der prozentuale Verschnitt wird dann bei den Materialkosten einberechnet.

  • Sind bei Positionen aus den Bereichen Abbruch/ Entsorgung die Behälterkosten enthalten?

    Die Kosten für das Bereitstellen eines Behälters werden nicht auf die einzelnen Abbruchpositionen umgelegt, da diese sich zumeist auf mehrere verteilen. Für das Behältermanagement sollte die Teilleistungsgruppe »Behälter - Bauabfall, Abbruchabfall, Schutt, Aushub« verwendet werden.

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